Dick Whittington und seine Katze

Zur Zeit von König Eduard dem Dritten lebte ein armer Waisenjunge in einem Dorf auf dem Lande, weit weg von London. Sein Name war Dick Whittington. Sein größter Wunsch war es, nach London zu gehen. Eines Tages fuhr eine große Kutsche durch das Dorf. Dick hörte, dass der Wagen auf dem Weg nach London war, und fragte den Kutscher, ob er neben dem Wagen laufen dürfe. Der Kutscher sah den armen Jungen an und hatte Mitleid mit ihm. Geh mit”, lautete seine Antwort.

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Und so kam Dick in London an. Ohne Obdach und hungrig nahm er vor der Tür eines reichen Kaufmanns namens Fitzwarren Platz. Als die Köchin ihn dort liegen sah, schrie sie: “Hau ab, du fauler Junge! Doch in diesem Moment kam Lord Fitzwarren nach Hause. Er sah den armen Dick dort liegen und fragte ihn mit freundlicher Stimme: “Junge, warum liegst du dort?

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Ich habe keine Arbeit, ich habe kein Zuhause und ich habe nichts zu essen”, antwortete Dick. Dann wirst du für mich in der Küche arbeiten”, sagte Lord Fitzwarren. Der Koch hatte schlechte Laune und war jeden Tag gemein zu Dick.

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Der Lakai hingegen war ein sehr freundlicher Mann. Er brachte Dick das Lesen und Schreiben bei. Manchmal gab er Dick einen halben Fünfer.

Alice, die Tochter von Fitzwarren, lebte ebenfalls in dem Haus. Alice war sehr lieb, aber auch ein bisschen tollpatschig. Lord Fitzwarren bat Dick, ein wenig auf sie aufzupassen. Alice war sehr zufrieden mit Dicks Hilfe. Sie verlor ihre Handtasche, aber Dick fand sie und brachte sie zurück. Sie ließ versehentlich ihren Papagei entkommen, aber Dick fing ihn ein.

Dick durfte auf dem Dachboden schlafen und bekam ein Bett. Aber dort gab es viele Ratten und Mäuse. Sie krabbelten über sein Gesicht und in sein Laken. Er sparte sein Kleingeld, um sich eine Katze zu kaufen. Die Katze verjagte die Ratten und Mäuse. Endlich konnte Dick friedlich schlafen.

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Eines Tages versammelte Fitzwarren alle Bewohner des Hauses. Mit dem Schiffshandel ließ sich eine Menge Geld verdienen. Jeder, der einen Anteil am Handel haben wollte, konnte etwas Geld einbringen. Nur Dick hatte kein Geld. Also gab Alice ihrem Vater ein paar Münzen. “Für Dick”, sagte sie. Aber Fitzwarren hielt das nicht für ausreichend. Dick musste auch etwas von sich geben. “Gib die Katze”, sagte Fitzwarren.

Mit Tränen in den Augen gab Dick die Katze dem Kapitän des Schiffes.

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An diesem Morgen wollte Dick das Haus verlassen. Er hatte die gemeine Art der Köchin satt. Jetzt, wo er seine Katze so sehr vermisste, schien sie ihn noch mehr zu ärgern.

So ging er am Morgen den ganzen Weg bis in den Londoner Stadtteil Highgate. Dort setzte er sich auf einen Stein, den die Menschen bis heute “den Stein von Whittington” nennen. Er glaubte, die Kirchenglocken der Bow Church zu hören. Sie sagten: “Kehre zurück, Whittington! Kehre zurück und werde Herr von London!”

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Dies war der Grund für Dicks Rückkehr nach Hause. In der Zwischenzeit war das Schiff sehr lange auf See gewesen und hatte die Küste von Barbary erreicht. Die Menschen waren sehr freundlich. Die Besatzung des Schiffes wurde zu einem Festmahl mit dem König und der Königin eingeladen. Die köstlichsten Speisen wurden auf den Tisch gebracht. Doch kaum war das Essen da, wurde es von Ratten und Mäusen aufgefressen.

Stört Sie das nicht?”, fragte der Hauptmann das Königspaar. “Das tut es wohl”, antwortete der König. Aber ich kann nichts dagegen tun. “Lasst mich euer Problem lösen”, sagte der Kapitän. Ich werde euch meine Katze bringen. Sie wird die Ratten und Mäuse verjagen.” Wenn du dieses Problem lösen kannst, werde ich dir sehr dankbar sein. Ich werde dein Schiff mit Gold beladen”, versprach die Königin. Die Katze wurde hereingebracht und die Mäuse und Ratten flogen schnell davon.

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Das Schiff kehrte mit Gold und anderen Wertgegenständen beladen in den Hafen von London zurück. Der Kapitän besuchte Lord Fitzwarren und erzählte ihm, wie die Katze für das große Vermögen gesorgt hatte. Der größte Teil des Reichtums war für Dick bestimmt. Dick zog sich neue Kleider an, schnitt sich die Haare und sah sehr attraktiv aus. Er wollte Alice heiraten. Mit seinem Vermögen konnte er sich gut um sie kümmern und sie mit schönen Geschenken überhäufen.

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Kurz darauf wurde die Hochzeit groß gefeiert, und die wichtigsten Persönlichkeiten Londons waren anwesend. Und einfach so wurde Dick Whittington zum Lord und Bürgermeister von London. Whittington spendete einen großen Teil seines Vermögens an die Stadt. Mit seinem Geld wurde eine Kirche gebaut, eine neue Station im Krankenhaus für alleinstehende Mütter eröffnet und die Bibliothek eingerichtet. Außerdem sorgte er für eine Unterkunft für Studenten in seinem eigenen Haus.

Lord Whittington und Alice hatten mehrere Kinder und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

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