An einem besonderen Freitag zieht Yusufs Vater sich an, bevor ein Lichtblitz den Himmel erhellt. Er zieht seine schwere, wetterfeste Jacke und die grüne Wollmütze an, die seine Ohren bedeckt. Er winkt seinem Jungen zum Abschied. Yusufs Augen leuchten auf, als Papa sagt: „Heute ist der Tag, an dem ich einen Fisch fangen und ein Geschenk für dich mit nach Hause bringen werde.“

Ein Fisch und ein Geschenk? Oh, was wird es sein? Papa radelt zum Muizenberg Strand. Die Räder quietschen bis zur Surfer-Ecke.
Möwen kreisen am Himmel. „Whaaat? Whaaat? Whaaat?“ rufen sie. „Was wirst du für Yusuf mitbringen?“
Papa läutet seine Glocke. „Warte ab und sieh, was es sein wird!“

Die Fischer beobachten den Sonnenaufgang. Sie überprüfen ihre Netze. Sie überprüfen ihre Ruder. Sie hören den Wind. Sie ziehen ihre Boote ins Wasser. Yusufs Großvater, Oupa Salie, war ein Trecknetzfischer. Vor ihm kannte sein Vater, Oupagrootjie Ridwaan, das Meer ebenfalls.

Das Boot fährt in die Wellen. Papas Arme strecken sich nach dem Ruder. Sein Bein stützt sich an der Seite ab. Sein Nacken spannt sich, seine Rückenmuskeln spielen.
Papa singt, während er arbeitet: „Lass fallen und schwenke. Finde einen Fisch. Zieh und plump. Hör nicht auf.“

Den ganzen Tag über schaut Yusuf in den Himmel. Er ist hell und klar und windstill. Ein Fisch und ein Geschenk! Was wird Papa vom Meer mit nach Hause bringen? Manchmal bringt er eine schöne Muschel. Manchmal bringt er eine juwelengrüne Flasche, die von den Wellen gespült wurde.

An manchen Tagen bringt Yusufs Vater eine Geschichte. Wie die Zeit, als sie Meeresschildkröten im Sand fanden, Hunderte, die bei einem Sturm angespült wurden.
„Whaaat? Whaaat? Whaaat?“ riefen die Möwen. „Was wirst du tun, um den Schildkröten zu helfen?“
Papa sagte: „Wir haben diese Schildkröten gerettet, das sage ich dir direkt. Wir haben sie zurück in den Ozean geschickt, jede letzte.“

Immer bringt Papa ein Lied. Er singt das Lied, während er die Ruder zieht. Er singt das Lied, während er die Netze zieht. Er singt das Lied, während er die Seile aufwickelt. Er singt das Lied, während er nach Hause radelt.
„Lass fallen und schwenke. Finde einen Fisch. Zieh und plump. Hör nicht auf.“

Ouma Safiya möchte einen schönen dicken Gelbflossenthun für ihr Abendessen. Die Mutter möchte ein neues Kleid.
„Sei nicht albern,“ sagt Ouma. „Du hast Glück, wenn sie überhaupt einen winzigen Krebs fangen. Wahrscheinlicher wird es Fischschwanz-Freitag sein. Es gibt nicht mehr so viele Fische im Meer.“
Yusuf hält Oumas Hand. Sie überqueren die Straße bei den Badehäuschen.
„Whaaat? Whaaat? Whaaat?“ rufen die Möwen, die auf den hellen Dächern sitzen. „Was gibt es zum Abendessen?“

Letztes Jahr haben die Fischer mit den Surfern gekämpft.
Wütende Fäuste und schreiende Worte.
„Whaaat? Whaaat? Whaaat?“ riefen die Möwen. „Es gibt genug Meer für alle,“ sagte Yusufs Vater. Er zeigte ihnen den Angelschein, der Oupa Salie gehört hatte. „Wellen für alle. Wasser umsonst.“

Ouma Safiya beobachtet mit ihrem Fernglas, ihre Finger sind aus Neugier gekrümmt. Die Haifischsirene ertönt. Die Schwimmer laufen zurück zum Sand und schnappen sich ihre Handtücher. Die Surfer eilen zum Ufer, ihre Bretter unter den Armen. Unter den Duschen ziehen sie ihre Neoprenanzüge aus.
„Whaaat? Whaaat? Whaaat?“ rufen die Möwen. „Was wird Yusufs Vater aus dem Ozean mitbringen?“

Yusufs Vater und Onkel und Cousins ziehen und zerren. Ein kleiner Hai wurde gefangen. Er windet sich und zappelt in den Wellen. Yusufs Vater entwirrt die Netze und singt zum Hai: „Lass fallen und schwenke. Finde einen Fisch. Zieh und plump. Hör nicht auf.“
Als der Hai endlich frei ist, schießt er zurück in die Wellen und lässt nur einen dicken Gelbflossenthun im Netz zurück. Ouma Safiya wird zufrieden sein.

Die Männer ziehen das Boot herein und wickeln die Kabel auf.
Ein hartes, weißes Dreieck fängt Papas Finger.
„Whaaat? Whaaat? Whaaat?“ rufen die Möwen. „Was hast du für Yusuf mitgebracht?“
Als die Sonne untergeht, antwortet Papa den Möwen. „Ein glücklicher Haifischzahn für meinen Jungen.“
Zu Hause hält Yusuf sein Geschenk zu den Sternen empor.

Credits
Ursprünglich veröffentlicht von Book Dash unter der Creative-Commons-Lizenz BY 4.0. Dieses Buch kann kostenlos unter https://bookdash.org/books/a-fish-and-a-gift gelesen werden und wurde erstellt von: Andy Thesen (Designer), Jesse Breytenbach (Illustrator), Liesl Jobson (Writer)
